Australien (ost), Reisen

22 Tage an Australiens Ostküste

Fraser Island

Im Vorlauf meines Auslandssemestern in Perth wollte ich zusammen mit meiner Freundin die Ostküste Australiens erkunden. Für unseren Roadtrip hatten wir 22 Tage Zeit. Eigentlich ein verdammt langer Urlaub, bei den Dimensionen in Australien aber nicht sonderlich viel Zeit für unser Vorhaben.

Wir hatten eine wunderbare Zeit und für alle die etwas ähnliches planen, möchte ich unsere Route und Stops kurz beschreiben. Dieser Eintrag dient als kleiner Überblick über die gesamte Reise. Zu besonderen Zielen will ich ein anderen Beiträgen noch genauer eingehen:)

Die australische Ostküste ist ein sehr beliebtes Backpacker-Reiseziel. In jedem kleinen Städtchen trifft man auf Backpacker und Gleichgesinnte (sehr viele davon sind übrigens deutsch). Wir haben unsere Stops in voraus nur grob geplant und vor Ort oft spontan auf den Rat anderer Backpacker und “locals” vertraut – und das haben wir nie bereut! Geschlafen haben wir entweder in Hostels, Air bnb Unterkünften, oder im Auto (PKW, kein Campervan). Besonders mit Air bnb haben wir tolle Erfahrungen gemacht. Meistens reicht es sich am Tag davor, darum zu kümmern und zu zweit ist es oft sogar günstiger als ein Hostel. All unsere Gastgeber waren sehr daran interessiert sich mit uns zu Unterhalten, wir waren also auch hier nie allein. Viele Gastgeber teilen ihre Wohnung sogar mit mehreren Gästen.

Also…. endlich zur Route: Wir haben uns dafür entschieden nach Sydney zu fliegen, dort 2 Tage zu verbringen, weiter nach Cairns zu fliegen um dann mit dem Auto runter nach Brisbane zu fahren. Die Strecke zwischen Cairns und Brisbane beträgt grob 1700 km ohne Umwege. Hannah hat eine andere Route gewählt. Auch Hannah wird über ihre Erfahrungen berichten.

Ein wichtiger Punkt für die Wahl unserer Route war auch das Klima. Da wir im Australischen Winter gereist sind (Juni -August) hat es uns mehr in den sonnigen Norden gezogen, wo es im Winter trockener als im Sommer ist und es immernoch noch kuschelige 20 – 30 Grad hat. Im Süden des Landes gibt es im Winter meist unangenehme 10-20 Grad bei viel Regen (genau das hatten wir in Sydney).

Sydney

hierfür haben wir uns 2 Tage Zeit genommen. Sydney ist eine Wundervolle Stadt und besonder der Stadtteil Manly (zu dem man mit der Fähre übersetzt) war wirklich wunderschön. Wenn wir etwas mehr Zeit gehabt hätten, wären wir noch gerne in die Blue Mountains gegangen – nächstes Mal ;)  (Hannah kann über die Blue Mountains berichten)

Leider hatten wir hier wie man sehen kann etwas Pech mit dem Wetter. Also weiter in Richtung Norden. Nächster Stop: Cairns – ab ins Warme.

Cairns

Mit dem Flugzeug ging es also von Sydney nach Cairns in kuschelige 27 Grad bei Sonnenschein! Die Landschaften in Cairns sind wunderschön. Es gibt wunderbare Strände und dreht man sich um, blickt man in den tropischen Regenwald. Cairns ist auch einer der Ausgangspunkte zum Great Barrier Reef. Natürlich haben wir uns auch das nicht entgehen lassen.

 

Mission Beach / Josephine Creek

Südlich von Cairns liegt Townsville, die nächste “größere” Stadt an der Ostküste. Auch zwischen Cairns und Townsville liegen jedoch einige tolle Highlights. So z.b. viele Wasserfälle im tropischen Regenwald, in denen man meistens auch baden kann. Ein kurzer Stop auf der Durchreise reicht hier aber meistens. Ein weiteres Highlight auf der Durchreise ist definitiv Mission Beach. Hier trifft der Regenwald auf den unendlich langen Sandstrand – eine unfassbar schöne Landschaft! Außerdem findet man hier am Strand reichlich Kokosnüsse. Das Öffnen der Nüsse hat sich leider als nicht sehr einfach erwiesen – vor allem wenn man nur ein kleines Taschenmesser zur Verfügung hat).

Wer noch mehr in diesem Abschnitt sehen will, sollte einen kleinen Umweg über die Milla Milla Falls machen. Wir haben leider erst im Nachhinein davon erfahren.

Townsville

Nächster Stop: Townsville. In Townsville gibt es eine sehr schöne und gepflegte Strandpromenade, viel mehr aber auch nicht ehrlich gesagt. Die Stadt scheint relativ verschlafen. Allerdings ist Townsville der Ausgangsort für die Fähre zur Magnetic Island und dort gibt es einiges zu sehen und tun!

Magnetic Island

Magnetic Island ist eine kleine Insel vor der Küste Twonsvilles. Mit der Fähre erreicht man die Insel von Townsville in ca. 20 Minuten. Auf Magnetic Island gibt es unfassbar viel zu entdecken. Die Insel bietet tolle Buchten und Strände, tolle Wanderwege, viele Aktivitäten wie Schnorcheln, Stand-up-paddeling, tolle Restaurants und noch mehr! Übrigens gibt es auch Hostels und Hotels auf Magnetic Island. Das ist definitiv ein guter Tipp, da man hier mehr als nur einen Tag verbringen kann!

Airlie Beach / Whitsunday Islands

Auf dem Weg von Townsville nach Airlie Beach haben wir einen kleinen Stop in Bowen gemacht um am Strand Mittag zu essen, das hat sich definitiv gelohnt, mehr Zeit muss man unserer Meinung nach aber nicht in Bowen verbringen.

Airlie Beach war für uns – wie für viele andere – der Ausgangspunkt zu den Whitsunday Islands. Aber auch Airlie Beach bietet einiges! Airlie Beach ist ein sehr überschaubares Örtchen aber voller Backpacker und somit ist hier immer etwas los! Es gibt einen kleinen Strand, eine tolle Badelagune und reichlich Bars und Clubs. In den Clubs gibt es fast täglich Specials und Aktionen wie Schlammketschen, oder Bier-Pong-Turniere. Außerdem gibt es natürlich auch hier zahlreiche Wassersportaktivitäten und Trips!

Whitsunday Islands – besonders Whitehaven Beach für viele eines der ganz großen Highlights an der Ostküste. Wir hatten leider unendliches Pech mit dem Wetter und es hat fast durchgängig geregnet. Wir hatten trotzdem Spaß und haben und trotz dem Regen und der Kälte ins Wasser gequält, um zu Schnorcheln und haben es nicht bereut. Die Landschaft und Unterwasserwelt ist natürlich auch bei Regen noch sehr beeindruckend, auch wenn man es vielleicht nicht ganz so genießen kann. Wir haben neben farbenfrohen Reefs und Fischen sogar einige kleinere Haie, Rochen und eine Schildgröte gesehen.

Seventeenseventy / Agnes Water

Seventeenseventy ist ein sehr kleines Örtchen. Man sollte hier aber definitiv einen Stop machen, wenn man eine Menge andere Backpacker treffen mag und auf der Suche nach billigen Ausflügen und Aktivitäten ist. Wir haben hier beispielsweise eine Scooterroo Tour und einen Surfkurs gemacht. Die Scooterroo Tour können wir nur empfehlen, hier haben wir unsere ersten wilden (und nicht tod an der Straße liegenden) Kängurus gesehen.

 

 

Fraser Island

Über Harvey Bay ging es nach Fraser Island – die größte Sandinsel der Welt. Meistens Tourt man in einem 4-wheel-drive über die Insel. der Strand ist dabei sogar als offizieller Highway ausgewiesen und die Cheeps brettern hier mit 100 km/h über den Sand. Wir haben uns aus Mangelnder Zeit nur für eine ein-Tages-Tour entschieden. Wenn man die Zeit hat, lohnt es sich mit Sicherheit auch eine längere Tour zu buchen. Wir haben auf der Reise viele Backpacker getroffen, die hier über Nacht geblieben sind und alle waren besonders begeistert vom Sternenhimmel über der Insel ohne Lichtverschmutzung.

 

Noosa

Noosa ist eine der Städte der “Sunshine Coast”. Noosa bietet eine schöne Einkaufspromenade, tolle Strände und einen eigenen National Park. Und all das liegt fast direkt neben einander – was man eigentlich nicht gewohnt ist von Australien. Außerdem packt einen spätestens hier das Surffieber.

Brisbane/Australia Zoo

Der Australia Zoo ist quasi das Erbe des crocodile hunters Steve Irwin und der beste Zoo, den ich bisher gesehen habe.  Hier hat man wirklich das Gefühl, dass es den Tieren gut geht und sie viel Platz haben. Hier kann man Kängurus und Koalas streicheln und in den Arm nehmen. Außerdem gibt es natürlich jeden Tag spektakuläre Krokodilfütterungen und vieles mehr.

Brisbane ist nur eine knappe Stunde südlich des Australia Zoo und wir waren richtig froh, endlich mal wieder eine richtige Stadt zu sehen. Brisbane hat viel zu bieten. Eine Tolle Einkaufsstraße, eine Lagune zum Baden, tolle Restaurants und Pubs und endlich wieder ein urbanes Lebensgefühl.