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Bali – mein Studybreak im Paradies

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Studybreak! Eine Woche Urlaub vom harten Unialltag! (Okay, um ehrlich zu sein kann ich absolut nicht klagen was Stress angeht, das Studium hier ist relativ entspannt, vor allem wenn man es mit meinem begrenzten Aufwand betreibt – aber ich bin ja nicht in Australien um am Schreibtisch zu sitzen) Also zurück zum Thema. Studybreak! Alle international Students schwärmen aus, ein paar in den Norden, ein paar in den Süden und viele nach Bali. Von Perth fliegt man gerade einmal 3 1/2 std nach Bali. Wenn man nicht gerade zur Hauptsaison reist, fliegt man mit etwas Glück hin und zurück für um die 200 australische Dollar.

Für mich war es das erste mal auf dem asiatischen Kontinent und ich bin begeistert von Bali. Die Balinesen sind ein sehr sympathisches und freundliches Völkchen. Bali ist größtenteils Hinduistisch und somit sind Freundlichkeit und die Vermeidung von Konfrontationen zwei der größten Tugenden hier.

In vielen Städten (Kutta, Denpasar,…) kommt es einem vor als hätte man Australien oder Deutschland nie verlassen, denn deutsche und australier trifft an hier besonders oft. Kutta ist für Australier quasi das Pendant zu Malle für Deutsche. Die Region Kutta, Denpasar war für uns nicht sonderlich reizvoll, also zog es uns nach Ubud – Balis kulturelle Hauptstadt, Gili Air – eine der 3 kleinen Gili Inseln vor Lombok und nach Bukit – der Süden Balis mit vielen weltbekannten Surfspots.

Ubud liegt in Landesinneren, nicht direkt am Meer, dafür im Regenwald inmitten der bekannten Reisterrassen von Bali. Am besten erkundet man Bali auf einem Roller. Die kann man überall billig mieten. Getankt wird am Straßenrand aus Absolut-Wodka Flaschen.Eine hohe Humptolleranz und einen lockeren Daumen sollte man allerdings mitbringen um sich dem Verkehr anzupassen. Wir haben uns also auf unseren Roller gesetzt und sind einfach ohne Plan los gedüst. Schnell verlässt man die touristischen Bereiche und fährt durch riesige Reisfelder und kleine Bauerndörfer. Hier bekommt man einen kleinen Einblick in das traditionelle Bali, das sollte man nicht verpassen.

Die bekannte, große Reisterasse von Tellangalan ist wieder ziemlich touristisch aber trotzdem sehr beeindruckend und ein Muss! Auch der touristische Monkey Forest ist sehr sehenswert (wenn man Affen mag). Ubud selbst ist voller kleinen Läden, überall gibt es kleine und große handgefertigte Kunstwerke, Dekorationsgegenstände und mehr! Und natürlich das wichtigste: überall gibt es gutes Essen!!! Und das auch noch billig -besonders wenn man aus Perth angereist kommt. Die Frage des Tages ist also meistens “was essen wir heute alles”. Reis- und Nudelgerichte, Curries, balinesische Spezialitäten, tropische Früchte, Kokosnüsse und viel mehr. Ein richtig gutes Abendessen bekommt man bereits für um die 4 Euro. Da muss ich nicht erwähnen, dass es meistens nicht bei einem Essen pro Mahlzeit geblieben ist.

Ca. 30 Minuten entfernt von Ubud befindet sich der Tegenungan Wasserfall, der auf jedenfalls auch einen Besuch wert ist!

Auf dem Weg zu den Gili Inseln ging es für uns für eine Nacht nach Sanur (Denpasar). Sanur ist sehr touristisch und wie schon gesagt voll mit feierlustigen Australiern (was natürlich nicht negativ ist, aber nicht das was wir gesucht haben). Auch in Sanur gibt es allerdings viele tolle, kleine traditionelle “Warungs”, die grandioses Essen auf den Tisch zaubern!

Von Sanur ging es über Padang Bai mit der Fähre nach Gili Air. Die Fähre kostet ca. 30-40 Euro pro Person für Hin- und Rückweg und braucht ca. 2 Std. Insgesamt verliert man mit Hin- und Rückreise aber jeweils einen halben Tag. Im Nachhinein würde ich sagen lohnt sich das nur wenn man mehrere Tage auf den Inseln verweilt. Wir hatten leider nur zwei Nächte auf Gili, im Nachhinein würde ich definitiv sagen: das ist zu kurz.

Die Gilis bestehen aus 3 kleinen Inseln: Terawangan – die Partyinsel, Memo – die sehr ruhige und ursprünglichste Insel und Air. Gili Air ist definitiv keine Partyinsel, aber trotzdem touristischer als die Honeymoon-Insel Meno. Der Umfang der Insel beträgt 5,5 km, das bedeutet man kann die Insel locker zu Fuß umrunden. Auf der Insel gibt es keine motorisierten Fahrzeuge, nur Pferdekutschen. Gili Air ist (wie die beiden anderen Gili Inseln auch) ein beliebter Schnorchel- und Tauchspot. Der Alltag hier besteht meist aus Entspannung, Essen und Schnorcheln. Zwar gibt es auch einen Reef-Break und Kitesurf-Areas, allerdings haben wir dort keine Surfer oder Kitesurfer gesehen. Der Oststrand der Insel ist voll mit kleinen Bars und Cafés hier lässt es sich bei guten Essen und Trinken stundenlang auf Liegekissen in den Strandpavillons entspannen. Am Abend gibt es in vielen der Restaurants Fish-BBQs. Das bedeutet man kann sich vor der Kühltheke seinen frischen, lokalen Fisch aussuchen, der dann auf dem Grill zubereitet und mit Reis und Gemüse serviert wird – sehr, sehr fein!!!

Unser letzter Stop war Bukit, die südliche Halbinsel. Bukit ist bekannt für seine vielen Surfspots – hauptsächlich Reefbreaks. Unsere Unterkunft war in Bingin, eine kleines Surferdorf in den Klippen des Bingin Strandbrucht, mit direktem Blick und Zugang zu einem der bekannten Surfspots Balis. Ein wahres Surferparadis – und nur eines von vielen auf Bukit. Die Atmosphäre in diesen Surfdörfern ist entspannt und einfach einzigartig. Mit dem Roller erreicht man eigentlich alle Surfspots auf Bukit (fast alle Roller haben eine Halterung für Surfbretter). Man findet also an jedem Tag die richtige Welle für jedes Level. Am Abend breiten die Warungs ihre Stühle und Tische am Strand aus und es gibt wieder reichlich frischen Fisch und zwar wirklich direkt am Meer! Für Surfer ist Bukit wirklich ein wahres Paradies! Ich werde auf jedenfall zurück kommen. So schnelle s geht und hoffentlich mit mehr Surfskills!